Erfolgreich abgeschlossen: Mein Zertifikat zum IFRS 17 Foundational Package von PwC
Hallo zusammen,
ich freue mich riesig, heute mit euch zu teilen, dass ich kürzlich das IFRS 17 for Insurers Foundational Package von PwC erfolgreich abgeschlossen habe! Das Zertifikat wurde mir am 12. November 2025 ausgestellt und mit stolzen 7 CPD Punkten. Diese 7-stündige E-Learning-Reise war intensiv, aber bereichernd. Wenn ihr wie ich im Bereich Finanzen, Aktuariat oder Reporting arbeitet, wisst ihr, wie entscheidend aktuelles Wissen zu internationalen Rechnungslegungsstandards ist. Hier ein kleiner Einblick, was ich gelernt habe und warum das für mich so wertvoll ist.
Was ist IFRS 17 eigentlich?
Zuerst mal ein kurzer Überblick für alle, die nicht täglich mit Buchhaltungsvorschriften jonglieren: IFRS 17 ist der neue internationale Rechnungslegungsstandard für Versicherungsverträge, der seit 2023 gilt und den alten IFRS 4 ersetzt. Er bringt mehr Transparenz, Konsistenz und Vergleichbarkeit in die Berichterstattung von Versicherern, aber auch eine Menge Komplexität mit sich. Der PwC-Kurs hat mir genau die Grundlagen vermittelt, um das zu verstehen und anzuwenden.
Meine wichtigsten Learnings aus dem Kurs
Der Kurs ist in sieben Module unterteilt und deckt alles ab, was man als Grundlage braucht. Hier sind die Highlights, die mich am meisten beeindruckt haben:
- Einführung in IFRS 17: Ich habe gelernt, wie der Standard die Kernprinzipien für die Erkennung, Bewertung und Offenlegung von Versicherungsverträgen definiert. Besonders spannend: Der Fokus auf den „Contractual Service Margin“ (CSM), der Gewinne über die Laufzeit eines Vertrags glatt verteilt.
- Messmodelle für nicht-partizipierende Verträge: Hier ging’s um den General Model (GMM), der die Erfüllungspflichten und Risikozulagen detailliert abbildet. Praktische Beispiele haben mir gezeigt, wie man Cashflows diskontiert und Anpassungen vornimmt.
- Messmodelle für partizipierende Verträge: Der Variable Fee Approach (VFA) war neu für mich. Er berücksichtigt, dass Versicherte an Gewinnen partizipieren, und erfordert eine enge Kopplung an die zugrunde liegenden Assets. Das hat mir geholfen, die Nuancen zwischen verschiedenen Vertragsarten zu verstehen.
- Präsentation und Offenlegung: Der Kurs hat klargestellt, wie man Bilanzen und GuV unter IFRS 17 strukturiert, inklusive separater Linien für Versicherungsergebnisse. Die Offenlegungspflichten sind umfangreich, aber sie sorgen für mehr Investorentransparenz.
- Aggregation, Übergang, Rückversicherung und mehr: Themen wie die Gruppierung von Verträgen (Level of Aggregation) oder der Übergang von IFRS 4 zu 17 waren schwierig, besonders der Umgang mit Rückversicherungsverträgen und die Behandlung von Onerous Contracts haben mir gezeigt, wo die Fallstricke lauern.
- Praktische Fallstudien: Der Kurs bot reale Szenarien, in denen ich IFRS 17 anwenden konnte. Das hat den Stoff greifbar gemacht.
- Vergleich mit Solvency II: Ein Highlight: Der Kurs vergleicht IFRS 17 mit dem Solvency-II-Rahmenwerk. Ich habe erkannt, wo Überschneidungen und Unterschiede liegen, z. B. bei der Risikobewertung. Das ist Gold wert für alle, die in regulierten Umfeldern arbeiten.
Insgesamt hat der Kurs nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch gezeigt, wie IFRS 17 die Branche verändert: Mehr Fokus auf langfristige Wertschöpfung statt kurzfristiger Gewinne, und eine stärkere Integration von Aktuariat und Finanzen.
Warum das für mich zählt
Als angehender Versicherungsmathematiker ist IFRS 17 kein Nice-to-have, sondern ein Must-have. Der Kurs hat Lücken in meinem Verständnis geschlossen und mir Tools an die Hand gegeben, um in Projekten aktiv mitzuwirken.
Bis bald,
Eike
